|
||||||||||||||||
Integrität der Torfmoore um Danta di Cadore
"Danta2004" Life04 NAT/IT/000177 |
||||||||||||||||
Das Torfmoor Val di Ciampo (Ciampotal) Es handelt sich um das größte Torfmoor (13,5 ha) mit einer Höhenlage zwischen 1358 und 1425 Meter ü.d.M.. Das zum Berg hin liegende Gebiet hat alle Eigenschaften eines tiefliegenden, soligenen Torfmoors mit einem Wasserüberlauf auf der Oberfläche. Die Westseite dieses Gebiets ist mit Pflanzen besetzt, die dem Habitat „Alcaline Fens“ zuzuordnen sind (7230). Auf den trockeneren Hängen dagegen finden wir „Molinia Meadows“ (6410), ein recht seltenes Habitat, das im gesamten Gebiet der Alpen immer seltener anzutreffen ist. In der Nähe der Straße für feuchte Wiesengebiete sind typische Pflanzenarten (Übergänge zwischen „Molinia meadows“ und „Hay meadows“ [6520]) anzutreffen. Ausgesprochen ursprünglich geblieben ist der Osten des Gebiets mit seinen nur schwer zu unterscheidenden Torfhabitaten wie „alkaline fens“ (7230), „transition mires and quaking bogs“ (7140), „depressions on peat substrates of the Rhynchosporium“ (7150) auf Torfunterschichten und einer der besterhaltenen Landstriche mit „active raised bogs“ (7110*). In Gelände unterhalb der Straße dagegen treffen wir die Voraussetzungen für die Entstehung eines Habitats von „transition mires and quaking bogs“ (7140) an. Die ebene Lage begünstigt ein topogenes Torfmoor mit einer Wasserzufuhr, die reich an den nährstoffreichen aufgelösten Substanzen ist, welche aus den Wasserläufen der umlegenden Hänge stammen. Ein Gebiet mit mehreren kleinen Erhebungen (sogenannten Bülten), die sich durch eher nährstoffarme Eigenschaften auszeichnen, entspricht einer jungen Phase des „active raised bog“ (7110*). Wissenschaftlich sehr relevant ist ein kleines Gebiet mit mehreren kleinen Tümpeln, in dem man Fragmente von Scorpidio-Utricularietum minoris, Rhynchosporetum albae und Caricetum limosae antrifft; dazu kommen immer präsente Carex rostrata, eine üppig vorhandene Drosera longifolia und die seltenere Drosera intermedia. Im Wald im Umkreis des Torfmoors lässt die Präsenz von Stellen mit oberflächlichem Wasserablauf ungewöhnliche Pflanzen entstehen, die der Gattung der Caricion davallianae angehören.
|
||||||||||||||||
![]() |