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Die Fauna Die Flora Sonnentau
Integrität der Torfmoore um Danta di Cadore
"Danta2004" Life04 NAT/IT/000177

Die Fleisch fressenden Pflanzen


Man kann Pflanzen dann als Fleischfresser definieren, wenn sie die Nahrung, die sie benötigen, aus dem Gewebe toter Tiere beziehen, die mit ihnen in Kontakt kommen und wenn sie zu diesem Zweck ihre eigene Struktur und Physiologie geändert haben, um ihre Opfer zu fangen und zu verdauen.
Die Fleisch fressenden Pflanzen sind, wie alle andern Pflanzen (außer den Parasiten oder Saprophyten, die kein Chlorophyll haben) zur Fotosynthese fähig, d.h. sie können organische Verbindungen und komplexe Moleküle mit Hilfe von anorganischen Substanzen wie Kohlendioxid und Wasser synthetisieren.
Sie sind autotroph und können auch ohne Beute überleben. Das Erbeuten und Absorbieren der tierischen Stoffe ermöglichen jedoch eine bessere Entwicklung und Fortpflanzungsfähigkeit der Pflanze.
Die fleischfressenden Pflanzen leben vorwiegend in heller, feuchter, nährstoffarmer Umgebung, besonders da wo der Boden durch seinen Säuregehalt extrem stickstoffarm ist und die Verdauung von tierischen Proteinen notwendig wird, um dieses Element aufzunehmen.

Die Drosera (Sonnentau), deren Name aus dem Griechischen, drosos, Tau, stammt, ist eine kleine fleischfressende Pflanze von ungefähr 10-12 cm mit einer Rosette von Blättern am untern Ende und einem feinen geraden, glatten Stiele mit wenigen fünfblättrigen Blüten.
Im Moor von Danta gibt es zwei Arten von Sonnentau: die Drosera longifolia und die Drosera rotundifolia (oder D. anglica). Sie unterscheiden sich, wie der Name schon sagt, durch die Form ihrer Blätter, runde Blätter die erste und längliche die letztere.
Es wurde noch eine dritte Art entdeckt, eine Mischform der beiden oben zitierten Arten, die Drosera obovata, deren Blätter eine Mischung aus beiden ist. Die Art und Weise des Erjagens der Beute ist bei allen gleich. Die Blätter sind mit tentakelartigen, normalerweise rötlichen, Härchen besetzt, an deren Ende eine kleine Drüse sitzt, die eine glänzende, süßliche und klebrige Flüssigkeit ausscheidet, die die Beute (Insekten und kleine Wirbeltiere) lähmt. Sowohl Tentakel als auch Blätter besitzen eine mechanisch und chemisch gesteuerte Beweglichkeit. Durch die unterschiedliche Dehnung des Blattgewebes kann das Blatt die Beute regelrecht einwickeln.
Die Verdauung der Beute geschieht mit Hilfe eines Enzyms, ähnlich dem im Speichel enthaltenen Pepsin. Die Assimilierung geschieht über „wasserführende Öffnungen“, die diesem Zweck angepasst wurden.

 

Drosera longifolia Drosera rotundifolia