Die Einstellung der Arbeit des Mähens, die mit der Aufgabe der letzten Ackerbauaktivitäten im umliegenden Territorium zusammenhängt, sowie der gesunkene Grundwasserspiegel, der auf die Anlage eines Ablaufkanals zurückzuführen ist, und die sich daraus ergebende erhöhte Sauerstoffversorgung der oberflächlichen Torfschichten und die bessere Zufuhr von Mineralien und Nährstoffen haben die Verbreitung des Sumpfschilfrohres gefördert (Phragmites australis).
Diese Gräserart, die für die Vegetation von Feuchtgebieten typisch ist, wo sie als Röhricht bezeichnete Pflanzengesellschaften bildet, ist ausgesprochen resistent und breitet sich schnell aus. Dadurch wird die progressive Ersetzung mit für Torfmoorambiente typischeren Pflanzenarten mit wenig in der Tiefe entwickeltem Wurzelwerk möglich (insbesonders Schoenus ferrugineus, die in der regionalen und nationalen roten Liste aufgeführt wird). Diese Entwicklung bewirkt, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht, eine fortschreitende Verarmung der Vielfalt der Flora. Die unkontrollierte Ausbreitung der Phragmintes sorgt ausserdem für ein progressives Austrocknen des Bodens, begleitet von einer Umwandlung der Feuchtgebiete in relativ trockene Wiesenflächen. Zudem fördert das Andauern dieser Situation ein Vordringen der am Waldrand befindlichen Baumarten (Picea abies, Pinus sylvestris und manchmal auch Abies alba, Betula spp. und Sorbus aucuparia).
Die Bedrohung ist besonders stark auf der Seite des Sumpfes im Val Mauria, wo die Phragmites inzwischen überwiegt, sowie in einem wichtigen Geländeabschnitt des Bergs über dem Torfmoor im Val di Ciampo. In den unterhalb liegenden Gebieten ist infolge der Präsenz von Schilf in den feuchteren und mineralreichen Gebieten, in denen sich die Gattung Carex lasiocarpa (Fadensegge) entwickelt, eine Störung des Gleichgewichts der Naturlandschaft zu beobachten.
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