Ohne die nötigen Regelungen und Beschränkungen könnte sich eine unangemessene touristische Nutzung des Gebietes als ausgesprochen schädlich für die gesamte Torflandschaft erweisen. Das Betreten der Feuchtgebiete kann die Struktur des Torfmooses zerstören, den unter natürlichen Gegebenheiten langsamen Rückfluss des Wassers verändern und die Erde so komprimieren, dass sich undurchlässige, leblose Schichten bilden, deren Ausbreitung sich negativ auf die Erhaltung der wichtigsten und schönsten Pflanzenarten des Parks auswirken würde, und letztendlich der ökologischen Bedeutung der gesamten Landschaft abträglich sein.
Durch ein rücksichtsloses Verhalten der Besucher dieses Gebietes könnte zudem eine Bedrohung für den Schutz vieler der im Moor anzutreffenden Vogelarten von hohem naturwissenschaftlichem Interesse entstehen.
Die Gefährdung betrifft hinsichtlich der Störung der Vogelarten das gesamte Gebiet des Projekts und unter dem Gesichtspunkt der Kompression des Bodens alle Feuchtgebiete (ca. 12 ha). Das Risiko eines Schadens ist natürlich an allen Stellen erhöht, die sich durch einen besonderen naturwissenschaftlichen Wert auszeichnen, wie insbesonders das Torfmoor von Cercenà, in dem die Habitate„Waldmoor“ und „aktives Hochmoor“ liegen. Auch die Teile des Val Ciampo-Tals in Straßennähe erscheinen besonders gefährdet. Im Val Mauria-Tal dagegen sollte vor allem die Gegend mit den Drosera- und Rhynchospora-Tümpeln geschützt werden. |